Übung Keilersprung, August 2023

28. August 2023
Im August 2023 übte unser Bataillon in Nordeutschland mit den Ausbildungsinhalten 25 km Marsch, Weserüberquerung, Biwak, Spähtrupp, Contact Drill, Waldkampformationen und mehr.

Detaillierter Bericht von PIZ (Presse- und Informationszentrum) Heer hier. Außerdem: Bericht auf X I Video auf X

Eigenes Bildmaterial und das von PIZ Heer unten. Außerdem Erlebnisbericht.


Ein Erlebnisbericht von Michael H. (Oberstabsgefreiter d. R.)

„Auch schlechte Märsche müssen marschiert werden“

Ich habe es noch immer vor meinem geistigen Auge, als der S3 des Bataillons wohl mit einem Schmunzeln die Minimalinfos an die Übungsteilnehmer schickt: „Gehen Sie davon aus, dass Sie 48 Stunden aus Ihrem Rucksack leben müssen und Sie mehr als 5 km zu Fuß mit Ihrer Ausrüstung zurücklegen werden“. Das soll es an Informationen für die Teilnehmer auch schon gewesen sein. Selbst der im Btl-Block ausgehängte Dienstplan lässt diesmal nichts erahnen. Er ist geschwärzt. Die Kaltstartfähigkeit von Ausrüstung und die innere Einstellung sollen wohl ein Fokus der Augustübung werden. Manch einer der Mailempfänger könnte gewillt sein, seine Teilnahme zu überdenken. Sicherlich ließe sich noch eine private oder berufliche Verpflichtung finden, welche die Absage rechtfertigt. Doch Ausreden zählen nicht zu den Kernkompetenzen eines Infanteristen, ob Reservist oder Aktiver. Rosinenpicken gibt es ohnehin nicht und widerspricht der Kameradschaft, wenn die Kameraden sich darauf einlassen und all den Unwegsamkeiten stellen.  Die meisten der gemeldeten Teilnehmer gehen vielmehr in den Zwist mit sich selbst, ob sie leichtes Gepäck für die Wegstrecke wählen und dabei auf Komfort verzichten oder den großen Rucksack bis zum Anschlag vollknallen. Die schwankende Wettervorhersage wird täglich geprüft und noch mehrmals umgepackt. Wie sich im Laufe des Wochenendes zeigen wird, gab es in der Frage wieder einmal kein richtig oder falsch. Man muss sie letztlich für sich entscheiden und selbst die Konsequenzen tragen. 

Die Übung trägt den markigen Namen „Keilersprung“. Als ich den Namen in einer Mail das erste Mal las, assoziierte ich ihn direkt mit Dreck und Schlamm. Doch als Jagdscheininhaber, weiß ich auch, dass Keiler reviertreu sind und nicht sonderlich weit umherziehen und auch 6 km sind mehr als 5 km. Was mich zu dieser Überlegung brachte, weiß ich bis heute nicht. Völliges Wunschdenken. Es zeigt aber, wie man versucht selbst kleine Informationsstücke zu einem Lagebild zusammenzustellen und wie das trügen kann. In den WhatsApp-Gruppen wird ebenfalls wild spekuliert und zusammengereimt. Man munkelt bereits etwas von Flussüberquerung. Das führt bei mir zur nächsten falschen Assoziation. Ich packe den sexy blauen Blitz ein, weil ich denke, eine Flussüberquerung wird mit dem „Zeltbahnpaket“ stattfinden.  Dass aus dem blauen Blitz im Endeffekt ein Schnellboot wird, war eine angenehme Überraschung. Die erste Lehre des Wochenendes für mich: Man kann sich noch so sehr vorbereiten und grübeln, es kommt doch anders als man denkt. In der Bundeswehr nennt sich das wohlwollend: „Leben in der Lage“. 

Nach einer Arbeitswoche in den diversesten Berufen und Professionen treffen wir Reservisten am Freitagvormittag in der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Oldenburg ein. Die Freude, die Kameraden wiederzusehen, steht jedem ins Gesicht geschrieben. Nach ein paar Handschlägen gibt es erste verwunderte Blicke, was denn zwei olivgrüne Anaroks der Koninklijke Landmacht hier machen. Es stellt sich heraus, dass nicht nur aus ganz Deutschland Reservisten anreisen, sondern auch vier niederländische Kameraden unseres Nachbarlandes dabei sein werden. Zwei Stabsoffiziere und zwei Unteroffiziere wollen uns kennenlernen. Es bahnt sich eine Truppenpartnerschaft an, wie sie bereits mit einer britischen Reserveeinheit besteht. Über das Wochenende hinweg wird Ausrüstung, Taktik und Auftrag verglichen. Die Verständigung klappt mit einem Mix aus deutsch und englisch sehr gut.

Vollgepackt, bewaffnet und mit grünen Gesichtern verlegen wir motorisiert in Richtung des Startpunktes unseres Gefechtsmarsches. Wieder einmal werde ich als Schrankendienst eingeteilt und soll die Verbindung zu nachrückenden Teilen halten. Die rote Beleuchtung eines Werbeschildes ließ mich unschwer in 70 m Entfernung die Einfahrt zu einem Etablissement der besonderen Art aufklären. Es war erst 12 Uhr am Mittag und es schien so, als seien die umliegenden Landwirte noch mit der Feldwirtschaft beschäftigt oder es gibt gerade Mittagessen im Beisein von Frau und Kind.

Von trockenem Mittagessen können wir nur träumen. Der erste Wolkenbruch kommt pünktlich beim Ausstieg am Absetzpunkt und es regnet sich so richtig ein. Schnell wurde der Schuldige gefunden. Ein Offizier sprach noch im Bus aus, wie gut es sei, dass es nicht regnete. Bei sämtlichen Untergebenen wich der Aberglaube dem Rationalen. Nochmal Danke, Herr Leutnant!

Befehlsausgabe und los geht der Marsch. Im Ergebnis: Marschdauer von 6,5 Stunden und 25 km durch strömenden Regen. Es wurde alles am Körper nass. Die Rucksäcke saugten sich voll und selbst der beste Regenschutz war irgendwann von beiden Seiten durchnässt. Der Zeitplan zum Auftragsziel war sportlich. Es wurde immer weitermarschiert, mit nur wenigen Pausen. Doch das war gut so. Sobald man zu lange stand oder saß, kühlte man aus und die Muskeln machten zu. Besser ganz monoton und stetig voranschreiten. Gesprochen wird bei einem Gefechtsmarsch aus taktischen Gründen kaum. Doch man konnte den Kameraden ansehen, dass irgendwann bei jedem irgendetwas zwickte und zwackte. Es gehört halt einfach dazu, zu beißen und weiterzumachen, wo andere aufhören würden. Jammern hilft an diesem Punkt wenig. Dennoch wird sich der ein oder andere während des Marsches gefragt haben, was er wohl auf seinem bisherigen Lebensweg so verbockt haben könnte, um an diesem Punkt seines Lebens angekommen zu sein. Im Nachhinein ist der Gedanke wieder völlig gelöscht. Man ist stolz mit den Kameraden durchgezogen zu haben.

Endlich, nass und erschöpft an der Weser angekommen, nehmen uns die Pioniere auf. In Päckchen zu fünf Infanteristen sollten wir die Weser in Schnellbooten überqueren, um auf der gegenüberliegenden Seite einen Brückenkopf einzurichten.  Die Dunkelheit bricht herein. Unter dem Brummen des starken Außenborders und des Klatschens des Bugs auf dem Wasser setzten wir über. Naja nicht ganz. Das erste Päckchen, in dem auch ich saß, kam bis zur Mitte der Weser. Der Motor streikte. Per Hilfsboot wurden wir zum anderen Ufer geschleppt. Im Realfall ein heikler Moment. Bei einem Feindangriff wären wir diesem vollends ausgesetzt. Es wird einem wieder einmal bewusst, wie wir von der Technik abhängig sind und wie willkürlich eine solche Situation eintreten kann. Wie sich herausstellte, war die Spritzufuhr abgerissen. Ein technischer Fehler, den die Kameraden an ihren Booten noch nie hatten. Das Problem war schnell behoben und die anderen Gruppen konnten nacheinander unter unserer Sicherung übersetzen. Mit diesem Teil der Übung hat das UstgBtlEins 1 gezeigt, dass die Truppe nicht nur per Fuß, sondern auch motorisiert und per Boot verlegen kann. Alte Hasen des Btls erzählen am Lagerfeuer gar von einer luftbeweglichen Übung mit NH90-Hubschraubern.

Ab dem Brückenkopf verlegen wir in der Dunkelheit und im Regen wieder motorisiert in den Verfügungsraum und richten unser Biwack ein. Es findet sich schnell ein geeigneter Platz – Planen und Zeltbahnen erscheinen. Wie sich herausstellt, ist das Waldstück eine Metropolregion der gemeinen Nacktschnecke. Es dauert nicht lange, bis sie auf Ausrüstung und selbst Schlafsäcke verteilt sind. Einem Kameraden kroch eine Nacktschnecke über die mit einem Fliegennetz bedeckte Nase. Selbst wenn man seinen Julimondbeutel kurz unbeaufsichtigt ließ, konnte es passieren, dass er in kürzester Zeit von einer Schnecke erklommen wurde.

Die Stimmung in der Truppe hält sich am frühen Morgen in Grenzen. Während beim Marsch ein kleines Sturmgepäck von Vorteil war, dreht sich nun das Blatt. Morgens in klitschnasse, kalte Klamotten zu schlüpfen macht niemanden wirklich Spaß. Auch wenn die Marschstrecke am Vortag nicht übertrieben weit war, war die Erschöpfung zu spüren.

Unser Marsch führte uns durch zahlreiche Ortschaften und Feldlandschaften Niedersachens. Zahlreiche Passanten winkten uns zu, zeigten einen Daumen nach oben oder freuten sich einfach, dass sie hinter dem Fenster im Warmen sitzen, während wir im Regen marschieren. Ein Höhepunkt war sicherlich ein Kindergeburtstag, der für uns im Nieselregen Spalier stand. Ich war so euphorisch, dass ich meine Gumminbärchentütchen verteilte. Ich fühlte mich ganz kurz wie ein GI, der nach der Befreiung Europas Schokolade verteilt. Ein merkwürdiger Gedanke, der schnell verflog als ich merkte, dass ich nun selbst keine Gummibärchen mehr hatte.  Ein taktischer Fehler!

Immerhin hat es kurz vor der Weckzeit am Samstagmorgen endlich aufgehört zu regnen und es klart auf. Am Vormittag dann Contact Drills, am Nachmittag Spähtrupps in Gruppenstärke. Wie sich herausstellt ist das Aufklärungsziel der Hof unseres Kommandeurs. Der anstrengende Teil der Übung war vorbei, das Wetter verbesserte sich, sogar die Sonne kam heraus und wir konnten Klamotten und Ausrüstung trocknen während wir für unser 5-jähriges Bataillionsjubiläum aufbauten, mitsamt Grillen und Jägertaufe.

Beim Abschlussantreten ließ der Kommandeur die letzten 5 Jahre seit der Entstehung in einem sehr persönlichen Rückblick Revue passieren. 40 Ausbildungsvorhaben sind in dieser Zeit durchgeführt worden. Doch damit sei noch nicht das Ende erreicht. Zeitnah werden wir einen Meilenstein in der Anzahl der ausgebildeten Jäger erreichen und weitere Planungen konkretisieren sich.

Bei der Jägertaufe wurde diesmal nur ein Kamerad in die Bruderschaft der Jäger aufgenommen. Da sich unsere Zeit im Whisky-Zugs überschnitt und wir uns super verstanden haben, freue ich mich darauf, dass er nun zu uns in den Alpha-Zug stößt und künftig das grüne Barett trägt.

Die Stimmung am Sonntagmorgen war ausgelassener als am Vortag. Man merkte förmlich wie die Anspannung abgefallen war. Man verglich die Größen seiner Blasen und schmiedete Pläne, wie man seine stinkigen Socken noch zu Geld machen könnte. Alles begleitet vom infantilen Lachen erwachsener Kameraden. Zusammen quälen, zusammen lachen, das ist die Kameradschaft, weswegen wir uns zu einem Wochenende wie diesem freiwillig melden und unserem Land dienen wollen. Außenstehenden fällt es oftmals schwer, dies zu verstehen.

Zusammenfassung der Übung (von PIZ Heer)

25 km Marsch von Oldenburg bis zur Weser - mit viel Regen....

Ein niederländischer Kamerad, der bei der Übung und beim Marsch im Rahmen unserer Truppenpartnerschaft mit 10 Natresbataljion mit dabei war, klatscht sich mit Zuschauern am Wegesrand ab.

Weserüberquerung

Eine Spähtrupp-Ausbildung war auch Teil der Übung


Bilder von StFw S., PIZ Heer. Danke fürs Teilen!

15. Februar 2026
Nach ungefähr fünf Stunden Marsch meldet sich dein Körper zum ersten Mal: Die Füße fragen, was los ist. Die Zehen sind zwar da, deren Gefühl jedoch eher dumpf. Diese leichten Verstimmungen und anfängliches Ziehen verwandeln sich dann irgendwann in einen bunten Blumenstrauß aus Schmerzen. Innere Dialoge werden zu handfesten Diskussionen. Der fehlende Schlaf lässt dich an den Stationen bei den Einweisungen im Stehen einschlafen. Die Teutoburger Durchschlageübung 2026 Das ist die Teutoburger Durchschlageübung 2026 , eine der härtesten ihrer Art in Deutschland, mit einer Marschstrecke von über 80 km. Bei dem militärischer Vielseitigkeits- und Belastungswettkampf treten Teams der Bundeswehr, der Polizei, des THW, der Feuerwehr usw. gegeneinander an und müssen unter Zeitdruck anspruchsvolle Stationen wie Schießen, Hindernissparcour, Kampfmittelerkennung, Panzererkennung, Abseilen aus 20 m Höhe, Gewässerüberquerung des Dortmund-Ems-Kanals, Erste Hilfe, Survival, Kleiderschwimmen mit einer 70 kg Puppe u.v.a. durchlaufen. Ziel des Wettbewerbs ist es, körperliche Leistungsfähigkeit, militärische Grundfertigkeiten, Teamgeist und Durchhaltevermögen unter realitätsnahen Bedingungen zu testen. Jeder denkt einmal: Das war’s, warum soll ich mir das weiter antun? Essen und Trinken hat man im Rucksack dabei. Kein Navi, kein Schlaf, wenig Pausen, ca. zwei bis drei Stunden flottes Gehen, dann 30-60 Minuten Stationsarbeit. Kurz: Alles andere als freundliche und angenehme Umstände. Aufgrund der Jahreszeit mehr Dunkelheit, als Tageslicht. Es gibt wohl kaum jemanden, der dabei nicht ein- oder mehrmals gedacht hat: Das war‘s, hier ist jetzt Ende. Funkspruch absetzen, Teilnahme beenden. Ich habe meine Erfahrungen gemacht, meine Lehren draus gezogen, reicht für heute. Warum soll ich mir weiter antun? Rast mit Gebäck und Kaffee verleiht Flügel Kurze Rast nach 20 km, um die Füße zu verarzten. Wir sehen eine kleine Mauer an einem Grundstück. Unser Gruppenführer fragt den Besitzer höflich, ob wir uns da nur kurz hinsetzen dürfen. Klar. Kurz danach kommt seine Frau mit Kaffee und Keksen und einem Lächeln für uns wildfremde Menschen in Uniform. Das gibt Aufwind und Kraft. Danke! Also weiter. Es sollte nicht die einzige Begegnung mit der Bevölkerung bleiben, denn es gab immer wieder mal Wasser, Energiedrinks oder einfach nur Zuspruch oder ein „Danke für euren Dienst“. Manchmal war es alleine deshalb schon relativ schwer, schnell voranzukommen, da man sich aufgrund der Freundlichkeit ein wenig Zeit nehmen musste. Welch Privileg, deshalb etwas langsamer zu sein. Rührende Rettung am Tiefstpunkt Kilometer 80, 30 Stunden in den Knochen. Wir sind uns eigentlich einig, dass wir hier aufhören. Die Laune am Tiefstpunkt. Ein Auto hält an. „Darf unsere Tochter Ihnen etwas geben?“, fragt der Fahrer. Hinten geht die Fensterscheibe runter, zwei kleine Mädchen reichen uns einen gefalteten Zettel. „Danke, dass ihr uns beschützt“ steht auf der Zeichnung. Wir pfeifen auf dem letzten Loch und sind doch zu Tränen gerührt. Also Stiefel neu geschnürt und weiter! Nützt ja nichts. Sollen wir diese Menschen enttäuschen? Denn ja, wir sind im Ernstfall hier, um sie und unser Land zu beschützen. Und genau darum geht es. Also wachsen wir über uns hinaus und bringen es zu Ende. 
9. Februar 2026
Philipp L., seines Zeichens Jäger-ROA, war einer von mehreren Reservisten, der nach seiner Zeit bei den Oldenburger Jägern zurück in den aktiven Dienst ging ( wir berichteten ). Andreas B. folgte ihm jetzt nach. Hier seine Geschichte. Es war 2004 als Andreas B. zur Musterung eingeladen wurde und sich für den FWDL 23 entschied. Zur Grundausbildung ging es zu den Fallschirmjägern nach absolviert, danach in die Stabskompanie 31 in Oldenburg, ebenfalls zu den Fallschirmjägern in den AVZ-Zug „Eigentlich wollte ich dabeibleiben, aber ohne Ausbildung gab es für mich keine Möglichkeit, in eine höhere Laufbahn zu wechseln und Berufssoldat zu werden,“ erinnert Andreas sich. „Aus diesem Grund schied ich dann aus. Mein Plan war es, Ausbildung zu machen und anschließend zurückkommen. Doch trotz abgeschlossener Ausbildung blieb klappte es dann nicht. Also dachte ich: erst einmal Reserve.“ Nach langer Suche und unzähligen E-Mails an verschiedene Einheiten sah Andreas schließlich bei Instagram, dass ein Kamerad ein Interessenten-Wochenende beim Unterstützungsbataillon Einsatz 1 – den Oldenburger Jägern – absolviert hatte. „Ich schrieb ihn kurzerhand an und fragte, wie auch ich daran teilnehmen könnte,“ erinnert sich Andreas. „Von da ab brauchte es nur ein Telefonat und eine kurzen Bewerbung, um aufgenommen zu werden“. Bei der ersten Übung war seine größte Sorge niemanden zu kennen. Doch gleich ab dem ersten Tag nahmen ihn die Kameraden so auf, „als ob sie mich schon immer gekannt hätten,“ so Andreas. 
31. Januar 2026
Achim Wilke (links) scheidet als 2. Vorstand aus und der Verein dankt ihm für geleistete Dienste. Thomas Engert (rechts) übernimmt nach einstimmiger Wahl den Posten mit Wirkung zum 31. Januar 2026. Herzlichen Glückwunsch zur Wahl.
5. Dezember 2025
Stefan Meyer und Fabian Saak sind Bundeswehr-Reservisten im Landkreis Diepholz. Warum sie das tun, erzählen sie im Gespräch mit der Mediengruppe Kreiszeitung. „Ich bin Reservist“, betont Stefan Meyer. Im zivilen Leben arbeitet er beim Landvolk Diepholz. Doch in seiner freigestellten Zeit dient der 43-jährige Sulinger der Bundesrepublik Deutschland als Bürger in Uniform – freiwillig und aus Überzeugung. Neben ihm sitzt Fabian Saak, ebenfalls Reservist und im normalen Leben verbeamteter Lehrer an einer Oberschule. Beide Männer sind Soldaten des Oldenburger Jägerbataillons, einem Teil der ersten Panzerdivision. Weiterlesen: Online I PDF
26. November 2025
Werte Kameradinnen und Kameraden, liebe Vereinsmitglieder, drei Jahre hat der Verein nun schon auf dem Buckel und er steht gut da: Knapp 120 Mitglieder, 9000 € in der Kasse und mittlerweile ein solides Prozedere für Förderanträge, eine kleine Arbeitsgruppe für Öffentlichkeitsarbeit sowie ganz viel Zuspruch und Anerkennung aus dem Bataillon und auch von außen. Danke dafür. Über Förderanträge hat der Verein einiges an Material für die Gemeinschaftsküche finanziert, Tarnnetze, die nicht über den Dienstweg zu bekommen waren, Paloxen und einige Kleinigkeiten mehr. In der Berichterstattung sind wir mittlerweile Opfer unseres eigenen Erfolges geworden und haben so viele Bewerber für das Bataillon generiert - und über die Bewerbungsseite auf der Vereins-Webseite im ersten Schritt abgewickelt - dass das Bataillon kaum noch hinterherkommt und wir in der Öffentlichkeitsarbeit etwas kürzertreten müssen. Das Jahresmagazin , der Blog , diese Webseite und unsere Seiten in den sozialen Medien Facebook und Instagram , die Bildertausch-Seite , das virtuelle Geschäftszimmer und das Ausbildungsarchiv , der Marketender und der Spreadshop sind fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden und werden weiter rege genutzt. Und zu guter Letzt war es uns als Verein eine traurige Ehre, unseren verstorbenen Kameraden und Mitglied Thomas „ Bärchen “ Kosar das letzte Geleit zu geben sowie einen Kranz und eine Traueranzeige zu organisieren und über Spenden zu finanzieren. Auch dafür gab es viel Lob und Anerkennung – einige neue Mitglieder nahmen diese Begleitung sogar zum Anlass, auch dem Verein beizutreten. Ruhe in Frieden, Bärchen, und auf zu neuen Ufern für Verein und Bataillon, auch im Jahr 2026. Dr. Matthias Hammer 1. Vorsitzender
24. November 2025
(Ähnlicher Artikel auf Ynside - mit Zugang I ohne Zugang ) Internationale Partnerschaften in der NATO sind in dieser Zeit wichtiger denn je. Die Oldenburger Jäger haben gleich zwei davon: eine mit dem niederländischen Reserve Wach- und Sicherungsbataillon „ 10 Infanteriebataljon Bewaken Beveiligen Korps Nationale Reserve “ und eine mit dem britischen Reservebataillon der leichten Infanterie „ 3 Royal Anglian Regiment “. Zusammen üben sie, wie zuletzt an einem Wochenende in den Niederlanden. Es regnet in Strömen. Alles ist durchgeweicht – Menschen, Ziele, der Boden. Wir sind auf dem größten Schießplatz der Niederlande. Schüsse brechen, Ziele fallen, nur bei mir nicht! „Du musst dich von unten nach oben einschießen. Halte drunter“, sagt meine Aufsicht. Siehe da, ich treffe wieder.
21. November 2025
Mit „Meine Reserve“ hat die Bundeswehr eine App gestartet, die Alarmierung, Verfügbarkeitsmeldung und Heranziehung von Reservistinnen und Reservisten digitalisiert. Prozesse rund um die Reserve wie Postwege, Formulare, manuelle Rückmeldungen werden jetzt in einer App gebündelt – von der Push-Alarmierung über die digitale Verfügbarkeitsabfrage bis zur Heranziehung. Wie es in der Praxis funktionieren wird, ist noch unklar. Fest steht, dass alle Oldenburger Jäger die App herunterladen und nutzen sollen.
18. November 2025
„Mach die Fäuste hoch!“ brüllt der Ausbilder, „nicht nachlassen, Du schaffst das, beißen!“. Mein T-shirt wieder mal klatschnass, körperlich am Limit, mental am Rand. Ein ganz normaler Tag beim Lehrgang Nahkampfausbilder. Vor zwei Wochen war das. Als ich vor gefühlt einer kleinen Ewigkeit den „Nahkampfausbilder Militärischer Nahkampf aller Truppen“ begann und das Gelände der Infanterieschule Hammelburg betrat, spürte ich dort sofort die besondere Atmosphäre: konzentriert, fordernd und zugleich kameradschaftlich. Drei Wochen intensiver Ausbildung liegen vor mir – und als einziger Reservist im Teilnehmerkreis weiß ich, dass ich mich besonders beweisen muss. Schon in den ersten Stunden wird deutlich, wie hoch die Anforderungen sind. Der militärische Nahkampf ist keine Sportdisziplin, sondern eine einsatz- und überlebensrelevante Fähigkeit. Techniken, Taktiken und das entscheidende „Combat Mindset“ werden unter realitätsnaher Belastung vermittelt. Ein Ausbilder formuliert es an Tag zwei sehr treffend: „Hier lernst du nicht, um zu gewinnen, sondern, um zu überleben.“ Die Tage beginnen früh, enden spät und sind voller intensiver Drills, Szenarien und mentaler Beanspruchung. Immer wieder stoße ich an meine Leistungsgrenzen. Gleichzeitig erlebe ich, wie wichtig Entschlossenheit, Kontrolle und klare Entscheidungen unter Stress sind. Diese Erfahrung prägt nicht nur die Ausbildung, sondern auch mich persönlich. Die hohe Belastung des Lehrgangs zeigt sich ebenfalls in der Ausfallquote: Sechs Kameraden müssen vorzeitig gehen. Jeder Abgang führt uns vor Augen, wie anspruchsvoll die Qualifikation eines Nahkampfausbilders ist – und wie viel Verantwortung sie mit sich bringt.
5. November 2025
Philipp L., seines Zeichens Jäger-ROA kam über Umwege zu seiner Karriere als Reserveoffizier. Eine entscheidende Station dabei war sein Reservedienst bei den Oldenburger Jägern (formal Unterstützungsbataillon Einsatz 1), die ihm mit seiner Bewerbung halfen und so einen Soldaten von den Reserve in den aktiven Dienst überführten. Hier seine Geschichte, von ihm selbst erzählt, im Rahmen eines Interviews nach seiner Verabschiedung in den aktiven Dienst. 
21. Oktober 2025
(Gleicher Artikel beim Reservistenverband )  Die Reservistendienstleistenden des Unterstützungsbataillons Einsatz 1 haben den Auftrag, die Gefechtsstände der 1. Panzerdivision zu sichern. Auch können sie für die Landes- und Bündnisverteidigung gegen Feindkräfte im rückwärtigen Raum eingesetzt werden. Das trainieren sie auf dem Übungsplatz Hammelburg gemeinsam mit niederländischen Kameraden.