„Das ist unser Auftrag“ – Sicherung des Divisionsgefechtsstands der 1. Panzerdivision
Neben dem regulären Ausbildungsplan nimmt das Bataillon dieses Jahr zusätzlich seinen Kernauftrag im Rahmen der Übung White Horse Arena wahr. „Wir haben mittlerweile eine Größe erreicht, die es uns erlaubt drei Wochen lang eine Einsatzkompanie zu stellen. Im Frieden heißt das genau planen, wann welcher Reservist wie lange kommt – ein Puzzlespiel und eine logistische Meisterleistung“, erklärt der S3 des Bataillons, Oberstleutnant Ulf G., der im Einklang mit dem Sicherungsauftrag noch diverse Gefechtsschießen für die Jägergruppen und deren G28-Schützen organisiert hat.
Parallel zu Wildflecken übt der Ausbildungszug „Whiskey“ in Oldenburg. Auch der ist eingebettet in die Lage. „Im Verteidigungsfall würde nämlich genau das passieren“, so Ulf G. weiter. „Teile unseres Bataillons würden mit dem vorgeschobenen Gefechtsstand der Division nach vorne gehen – etwa nach Litauen – andere Teile würden den Hauptgefechtsstand in Oldenburg im rückwärtigen Raum der Division sichern“. „Und das unterscheidet uns übrigens vom Heimatschutz“, ergänzt Kommandeur Wolfermann, „wir gehen mit nach vorne an die Bündnisgrenze , während der Heimatschutz in Deutschland verbleibt, um dort kritische Infrastruktur zu schützen“. So macht es nur Sinn, dass das die Oldenburger Jäger sowohl in Wildflecken, als auch in Oldenburg üben, ganz im Sinne ihres Kernauftrags.
In Wildflecken ist das Hauptereignis die Verlegung des vorgeschobenen Gefechtsstands an einen anderen Ort, ausgelöst in der Realität etwa durch Aufklärung. Der gesamte Gefechtsstand wird innerhalb von zwei Stunden abgebaut und aufgeladen – unter der Sicherung der Oldenburger Jäger.
Am neuen Ort angekommen, gehen die G28-Schützen und der Panzerabwehr-Trupp in Stellung. Luftraumüberwachung und Flugabwehr stehen. Zwei Kameraden beginnen Streife zu laufen, zwei machen Torposten - einer sagt „Ich habe noch nie so viele Offiziere gesehen“, Sicherungsbereiche werden eingeteilt. Einer hört das Surren einer Drohne und denkt ist hier wirklich eine Drohne oder ist es Einbildung? Dann der Schock: wenige Meter hinter ihm schwebt eine kleine Drohne! Er meldet es sofort, kurz darauf Entwarnung: das ist eine Pressedrohne. Aber der Eindruck der Überraschung und der Gefahr bleibt.
Dann kommt irgendwann das erlösende "Übungsende". Einigen sieht man förmlich an, wie die Anspannung nachlässt. Viele trinken einen Schluck, essen einen Riegel, sammeln sich. Als geschlossene Einheit verlassen die Oldenburger Jäger den Platz. Einer sagt: "Ich bin fertig, aber stolz, es gut hinbekommen und meinen Beitrag geleistet zu haben". Ein anderer meint lapidar: "Wir haben den Auftrag gerockt". "Schlafen war eine Herausforderung, Essen gut, viel Arbeit. Alles gut also….“, schmunzelt zum Abschluss Stabsfeldwebel Achim W.

Text: Matthias Hammer mit Benjamin Raschzyk
Fotos: Benjamin Raschzyk, Bernd Falkenhain, Simon Rankers, Matthias Hammer, Jörn Kriesten, Tobias Kuron
Bildergallerie Wildflecken
Bildergallerie Whiskey Oldenburg



































































































