Infanterie Reserve zu Marine aktiv – ein Werdegang
Philipp L., seines Zeichens Jäger-ROA, war einer von mehreren Reservisten, der nach seiner Zeit bei den Oldenburger Jägern zurück in den aktiven Dienst ging (wir berichteten). Andreas B. folgte ihm jetzt nach. Hier seine Geschichte.
Es war 2004 als Andreas B. zur Musterung eingeladen wurde und sich für den FWDL 23 entschied. Zur Grundausbildung ging es zu den Fallschirmjägern nach absolviert, danach in die Stabskompanie 31 in Oldenburg, ebenfalls zu den Fallschirmjägern in den AVZ-Zug
„Eigentlich wollte ich dabeibleiben, aber ohne Ausbildung gab es für mich keine Möglichkeit, in eine höhere Laufbahn zu wechseln und Berufssoldat zu werden,“ erinnert Andreas sich. „Aus diesem Grund schied ich dann aus. Mein Plan war es, Ausbildung zu machen und anschließend zurückkommen. Doch trotz abgeschlossener Ausbildung blieb klappte es dann nicht. Also dachte ich: erst einmal Reserve.“
Nach langer Suche und unzähligen E-Mails an verschiedene Einheiten sah Andreas schließlich bei Instagram, dass ein Kamerad ein Interessenten-Wochenende beim Unterstützungsbataillon Einsatz 1 – den Oldenburger Jägern – absolviert hatte. „Ich schrieb ihn kurzerhand an und fragte, wie auch ich daran teilnehmen könnte,“ erinnert sich Andreas. „Von da ab brauchte es nur ein Telefonat und eine kurzen Bewerbung, um aufgenommen zu werden“.
Bei der ersten Übung war seine größte Sorge niemanden zu kennen. Doch gleich ab dem ersten Tag nahmen ihn die Kameraden so auf, „als ob sie mich schon immer gekannt hätten,“ so Andreas.
Es folgten drei Jahre und viele Übungen bei den Oldenburger Jägern. „Dort war der Dienst so interessant und anspruchsvoll, die Menschen so motiviert und professionell, dass der Wunsch zurück in den aktiven Dienst zu gehen immer stärker wurde,“ berichtet Andreas.
Konkret war es die Feldwebel-Laufbahn für die Andreas sich interessierte, weil er sich eher als Praktiker und weniger als Theoretiker sieht.
Gedacht, getan: Andreas bewarb sich und durchlief das Auswahlverfahren. Der Einplaner macht aber seine Hoffnungen auf eine Feldwebel-Stelle bei den Jägern oder Fallschirmjägern im Norden Deutschlands zunichte: keine freien Stellen. Aber die Marine war eine Option – genauer beim
Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ in Nordholz, denn „dort werden auch Soldatinnen und Soldaten gebraucht,“ so Andreas, „und das Leben ist halt nicht immer ein Wunschkonzert,“ sagt er mit einem Lächeln.
Seit 1. Oktober 2025 ist Andreas also nun bei der Marine als SaZ 17. Wohin die Reise genau gehen wird „ist schwer zu sagen,“ schmunzelt er. Die besten Wünsche der Oldenburger Jäger hat er jedenfalls im Gepäck - und den stolz dieser Truppe wieder einen aktiven Soldaten aus einem Reservisten gemacht zu haben.










